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GESELLSCHAFT

10 typische Sätze meiner niederrheinischen Eltern

Zwei Schoope am Niederrhein. [Foto: pixabay]

12.09.2021 15:00 - Lena Janßen

Ich bin in einer dörflichen Gegend von Mönchengladbach aufgewachsen. Meine Familie spricht zu einem großen Teil Dialekt, irgendwas zwischen Kölsch und Plattdeutsch. Ich habe meine liebsten 10 Sätze meiner Eltern aufgeschrieben, die sie bis heute zu mir sagen. Sicher findet die:der ein oder andere ihre:seine Eltern darin wieder - auch im Ruhrgebiet. 

1. „Ist dein Vatter Glaser?”: Ein Klassiker meiner Eltern, um mir und meinem Bruder mit einem Hauch von passiver Aggressivität zu verstehen zu geben, dass wir in ihrem Blickfeld stehen. Findet vor allem beim Fernsehen häufig Gebrauch. 

2. „Ich heiz hier nicht fürs ganze Dorf!”: Im Winter schnell zur Mülltonne huschen und dabei kurz heimlich die Haustüre offen stehen lassen? Nicht mit meinen Eltern! Die Beiden spüren jeden noch so kleinen Luftzug. 

3. „Hab ich einen Goldesel im Garten stehen?” oder alternativ „Kann ich Geld scheißen?”: Diese Fragen möchte man als Teenagerin, die gerade um die beliebten  und trendigen neuen Chucks bittet, nicht von den Eltern hören. 

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4. „Du Schoop”: Sagen meine Eltern, wenn mir etwas tollpatschiges passiert oder wenn ich mich blamiert habe. Wer eine fiese Beleidigung dahinter erwartet, wird enttäuscht, es heißt einfach „Du Schaf”.

5. „Nur weil du auffe Akademie warst.”: Mit Akademie meint mein Vater in dem Fall das Gymnasium. Wird hauptsächlich als Antwort auf Klugscheißerei verwendet und ist nie böse gemeint: „So bleibste aufm Boden, Kind.” 

6. „Ich mach heut ‘ne kölsche Wisch.”: Bedeutet im Grunde putzen, nur nicht allzu gründlich. 

7. „Aber sonst hast du/habt ihr keine Probleme?”: Diese Frage stellen meine Eltern meinem Bruder und mir vor allem im Zusammenhang mit Überdrehtheit und Albernheit. Oder wenn man nachts um vier Uhr anruft, weil man vom Club abgeholt werden möchte. 

8. „Geh mit Gott, aber geh.”: Eine Antwort, für die sich jedes Betteln um eine Stunde länger draußen bleiben lohnt.

9. „Lott jonn!”: Ich war ein langsames Kind und ich trödel auch heute noch oft. Viele Dinge erledige ich erst auf den letzten Drücker. Aus diesem Grund sagen meine Eltern heute noch häufig „Lott jonn” zu mir. Bedeutet so viel wie: Beeil dich! 

10: „Ab inne Furzkuhle!”: Das hat mein Vater zu uns gesagt, wenn er uns ins Bett geschickt hat. Manchmal sagt er es heute noch, wenn er sich auf den Feierabend und aufs Schlafen gehen freut. Mehr muss ich dazu nicht sagen. 

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