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GESELLSCHAFT

10 Dinge, die Mitarbeiter:innen in Teststellen kennen

Wer in einem Testzentrum arbeitet, hat diese zehn Dinge bestimmt schon erlebt.[Foto: Lara Wantia] ​​​​​​​27.02.2022 15:31 - Lara Wantia

Wegen der Corona-Pandemie gibt es in fast jedem größeren Ort ein Testzentrum. Unsere Redakteurin arbeitet nebenbei in einer dieser Teststellen und hat zehn Dinge gesammelt, die wahrscheinlich alle Mitarbeiter:innen kennen.

1. Überempfindliche Menschen

Ja, wir müssen mit dem Stäbchen tief in die Nase. Und wir wissen, dass das unangenehm ist. Auch, wenn es schwer ist: Versucht, still zu halten. Im schlimmsten Fall tut es sonst weh. Außerdem kommen wir nur so an die Stelle, an der die Viruslast sitzt. Und ihr wollt ja ein vertrauenswürdiges Ergebnis und keinen Alibi-Test, oder?

2. Müll

Wer in einer Teststelle arbeitet, weiß: Dort entstehen Unmengen an Müll. Testkits, Stäbchen und Röhrchen, Handschuhe, Kittel, Verpackungen. Ein 50-Liter-Müllbeutel ist nach einer dreistündigen Schicht meistens voll.

3. Diskutierer:innen

„Wir sind geimpft, geboostert und genesen und nur, weil wir einmal durch ein Sportgebäude müssen, brauchen wir diesen Test. Das ist doch alles nicht mehr normal, oder?“ Solche Sprüche hören wir oft. Dabei legen wir die Regeln ja nicht fest. Es bringt also wenig, Leute nach dem Sinn der Corona-Maßnahmen zu fragen, die darüber nicht entscheiden.

 

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4. Handschuhe

Egal, in welcher Größe: Irgendwas ist immer. Die einen rutschen, die anderen spannen. Alle kleben. Vor allem, wenn ihr schwitzige Hände habt. Und habt ihr schon mal versucht, mit Handschuhen eine dünne Folie festzuhalten und abzuziehen? Keine leichte Aufgabe.

5. Danke-Sager:innen

Es gibt diese total höflichen Menschen, die sich nach dem Abstrich bedanken. Selbst nach einem so unangenehmen Du-hast-mir-gerade-in-der-Nase-rumgestochert-Gefühl behalten sie sich das bei. Und das freut uns.

6. Face Shields

Kennt ihr diese Face Shields? Diese Schutzschilder, die Tester:innen vor dem Gesicht tragen, um sich vor Nießern zu schützen? Die beschlagen immer. Schon nach wenigen Sekunden können wir nicht mehr richtig sehen. 

7. Desinfektionsmittel

Und zwar überall. Am Eingang als Händedesinfektion, beim Testen eins für die Hände und eine Flächendesinfektion für alles andere. Ich habe fast das Gefühl, dass die Luft nur noch aus einer Mischung aus Ethanol und Glycerin besteht.

8. Technik-Dilettant:innen

Online einen Termin zu buchen, kann manche Menschen überfordern. Richtig kompliziert wird es, wenn es neben der Corona-Warn-App und der CovPass-App noch eine dritte Anwendung gibt, über die das läuft. Da übernehmen wir neben dem Testen selbst gerne die technische Beratung und achten darauf, dass die Kund:innen den QR-Code nicht mit der falschen App scannen und sich wundern, warum außer einer Fehlermeldung nichts passiert.

9. Der Hotspot

Gefühlt ist das Testzentrum manchmal ein kleiner Hotspot. Eigentlich kommen die Leute nur zum Testen und sind nach ein paar Minuten wieder weg. Wenn sie Bekannte treffen, bildet sich aber schnell ein Grüppchen und daraus ab und zu eine richtige Versammlung.

10. Vereinsheim-Vibes

Gerade auf dem Dorf sind viele Teststellen in Vereinsheimen. Mich erinnert das an früher, wenn ich mit Papa und Freund:innen am Sportplatz war, während das Kreisliga-Spiel lief. Dabei haben wir an der Theke bestimmt drei Liter Cola getrunken. Den typischen Geruch nach alten, hölzernen Tresen und die bräunlichen Fliesen gibt es in gefühlt jedem Vereinsheim.

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