Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

CAMPUS

UDE trauert um Prof. Dr. Horst Bossong

[Foto: Prof. Dr. Horst Bossong © UDE/Dieter Münk]

02.11.2020 17:24 - David Peters

Horst Bossong war Professor für Sozialverwaltung und ging erst in diesem Jahr in Pension. Am 15. Oktober verstarb der 69-jährige Professor der Universität Duisburg-Essen (UDE) unerwartet.

„Wir verlieren einen engagierten und streitbaren Wissenschaftler, einen innovativen akademischen Lehrer, einen lieben Menschen und Kollegen“, erklärt die Fakultät für Bildungswissenschaften. Bossong hatte sich für weitreichende Reformen der Sozialverwaltung eingesetzt und war Vertreter der akzeptierenden Drogenhilfe. Von 1989 bis 1999 war er Drogenbeauftragter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Zuvor hatte Bossong Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der Universität Bremen studiert und wurde dort auch promoviert. Von 1983 bis 1989 war er dort auch als Lehrbeauftragter tätig. Für sein drogenpolitisches Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Nach seinem Engagement in Hamburg zog es den Professor an die Universität Duisburg-Essen, beziehungsweise damals die Gesamthochschule Essen. Ab 2004 leitete er über 15 Jahre als Dekan die bildungswissenschaftliche Fakultät, die er mit aufgebaut hatte. „Seine unermüdliche Energie, neu über die Dinge nachzudenken, sein Humor und seine gelassene Ruhe werden uns immer in Erinnerung bleiben“, heißt es aus der Fakultät.

Bossong engagierte sich auch in der Stadtteilentwicklung in Essen und leitete über viele Jahre das Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung. Zudem war er über 15 Jahre als Gastprofessor an der Universität Nischni Novgorod tätig und unterstützte dort den Aufbau eines sozialarbeiterischen Studiengangs.

So sind die Präsenzregeln an den Unis im Ruhrgebiet

Wir haben die Infos zu Präsenzveranstaltungen der RUB, TU Dortmund, HHU und der UDE zusammengefasst.
 

Redakteur:in gesucht!

Wir suchen Verstärkung für unser Team.
 

Black Mirror: Die Angst vor der digitalisierten Gesellschaft

Im Filmstudio Glückauf in Essen wird bei der Veranstaltungsreihe „CineScience – Angst + Film“ über die Folgen der Digitalisierung diskutiert.
 
Konversation wird geladen