Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

CAMPUS

So sind die Präsenzregeln an den Unis im Ruhrgebiet

An der UDE kann wie am Flughafen geboardet werden. [Foto: Magdalena Kensy]

18.10.2021 14:20 - Magdalena Kensy

Das Wintersemester 2021/22 findet für viele Studierende zum ersten mal am Campus statt. Doch die Präsenzveranstaltungen können nur unter coronakonformen Regelungen stattfinden. Wir haben die aktuellen Regeln der Universitäten zwischen Rhein und Ruhr  unter die Lupe genommen. 

Universität Duisburg-Essen (UDE) 

Die UDE verwandelt sich zum Flughafen der Bildung. Grund dafür ist die Überprüfung der 3G-Nachweise durch die Coronaschutzverordnung. Sie legt fest, dass Veranstaltungen in Bildungseinrichtungen nur von immunisierten oder getesteten Personen besucht werden dürfen. Um eine lückenlose Zugangskontrolle zu gewährleisten, wurde an der UDE die vollständige 3G-Überprüfung durch ein zweistufiges System eingeführt. 

Ort und Zeit: UDE-Boardingpass 

In Duisburg:

Öffnungszeiten: 
8 bis 12 Uhr / 12.30 bis 16.30 Uhr
Gebäude LA (Foyer)
Gerhard Mercator-Haus
Gebäude BA (Foyer am Haupteingang)
Gebäude ST (Haupteingang)

In Essen: 

Öffnungszeiten: 8 bis 12 Uhr / 12.30 bis 16.30 Uhr
V13 S00 (D-Gang)
Gebäude R11 (Foyer)
R12 R00 B02
Campuswiese / Gebäude S05: Holzhütte vor dem Sonnendeck
Gebäude T01 (Mensa-Foyer)
SL 012 A (Schützenbahn 70)

Schritt 1: Check-In: Nachweis des Immunstatus 
Am Essener und Duisburger Campus stehen Studierenden zentrale Check-In-Schalter zur Verfügung, an denen die Studierenden ihre Identität nachweisen und der 3G-Status über eine Impfbestätigung (einmalig), einen Genesungsnachweis (einmalig) oder einen negativen Corona-Test (anlassbezogen) dokumentiert wird. Die Daten werden gespeichert, die Zugangsberechtigung über die Webanwendung auf dem Smartphone oder durch eine schriftliche Zugangskarte erteilt. Der personalisierte Boarding-Pass ist auf der Website durch die Anmeldung mit der Unikennung abrufbar. Der Nachweis enthält den Namen und die Berechtigung, jedoch keine sichtbare Information über die Art des (Immun-)Status – also keine persönliche medizinische Angabe. Die UDE arbeitet  daran den personalisierten Boarding-Pass auch in der myUDE App zu integrieren. Ab wann der Abruf über die App möglich ist, ist  noch nicht bekannt. 

Der Boarding-Pass aufgrund eines Impfnachweises ist – 14 Tage nach der zweiten Impfung – für ein Jahr gültig. Zugangsberechtigungen auf Grundlage eines Genesenennachweises gelten für sechs Monate. Negative Schnell- oder PCR-Tests berechtigen zum Erhalt eines Zugangsnachweises für 48 Stunden – gemessen am Zeitpunkt des Tests.

Schritt 2: Boarding: Sicherheitskontrolle am Veranstaltungsort 
Die Zugangsberechtigung wird beim Zugang zu Veranstaltungen und an einigen Standorten beim Zugang zum Veranstaltungsgebäude lückenlos überprüft. Die Prüfung erfolgt bei Seminaren durch den:die Dozent:in. Bei Vorlesungen mit einer großen Teilnehmendenzahl findet die Veranstaltung entweder im digitalen Raum statt oder es wird in Präsenz eine 3G-Überprüfung durch studentische Hilfskräfte oder externes Sicherheitspersonal durchgeführt. 

Ruhr-Universität Bochum (RUB)

„Wir werden dieses Miteinander vielleicht  erst wieder lernen müssen, denn es wird ein neues Miteinander sein, mit einem Mix aus digitalen und Präsenzformaten“, gibt Axel Schölmerich, Rektor der RUB, seinen Studierenden mit auf den Weg. 
Denn das Wintersemester 2021/22 soll ein Übergangssemester darstellen, in dem alle Fakultäten ihr Angebot der pandemischen Lage anpassen. Tutorien, Seminare und Übungen werden neben der Rückkehr in den Präsenzunterricht auch durch hybride Formate ermöglicht. Vorlesungen mit einer großen Teilnehmendenzahl sollen  weiterhin online angeboten werden.

Die RUB mit 42.600 Studierenden setzt auf die Kontrolle des 3G-Status. Dabei orientiert sich die Uni an der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, laut der die Hochschulen bei Präsenzveranstaltungen einen 3G-Nachweis abfragen müssen. Alle Studierenden der RUB, die vollständig geimpft sind oder eine bis 31. März 2022 gültige Genesung nachweisen können, erhalten eine grüne Vignette (einen Sticker), die auf den Studierendenausweis geklebt wird. Damit für die Studierenden die Prüfung des 3G-Status zügiger ermöglicht werden kann, stellt die RUB über die Dekanate der Fakultäten Vignetten zur Verfügung. Ob Lehrende die Vignetten bei einer der ersten Veranstaltungssitzungen aufkleben oder Dekanate vorher einen solchen Service anbieten, ist in den Fakultäten unterschiedlich geregelt. Darüber hinaus gibt es  an zentraler Stelle auf dem Nordforum, seit dem 29. September 2021 die Möglichkeit, sich die Vignette abzuholen.

„Gerade für uns als eine der größten Unis Deutschlands, mit einem nach allen Seiten offenen Campus, bedeutet das eine enorme Herausforderung“, sagt Kanzlerin Dr. Christina Reinhardt. Das oberstes Ziel sei, dass Lehrende möglichst wenig Aufwand mit der 3G-Prüfung haben. Die Lehrenden müssen ebenfalls bei den Check-In einen 3G-nachweis vorlegen. Bei der Zugangskontrolle zu Veranstaltungen gilt die grüne Vignette als Nachweis des 2G-Status (geimpft, genesen) für die Dauer des Wintersemesters. Wer keinen 2G-Status nachweisen kann oder will, muss das Ergebnis eines gültigen Bürgertests vorlegen. Ein Selbsttest zählt nicht.

Technische Universität (TU) Dortmund 

Die TU Dortmund öffnet ebenfalls die Türen und lässt die Lehre überwiegend in Präsenz stattfinden. Auch in Dortmund wird sich an der 3G-Regelung orientiert. Der Unterschied zur RUB: Hier gibt es keine Vignetten. Stu­die­ren­de und Be­schäf­tigte kön­nen ihren 3G-Nachweis zentral an Check-in-Points prü­fen lassen, um in der TU-App eine di­gi­ta­le Zutrittsberechtigung – oder in Ausnahmefällen einen Aufkleber – zu er­hal­ten.

In die Kachel campusID wurde dazu oben rechts ein Virus-Icon eingefügt. Tippt man dort drauf, zeigt ein grünes Häkchen an, dass der 3G-Status zentral geprüft wurde und gültig ist. Dazu müs­sen Geimpfte und Genesene ih­re Nachweise einmalig an zen­tra­len Check-in-Points vorlegen. Getestete müs­sen dort regelmäßig einen frischen Negativnachweis vorlegen, um das Häkchen zu er­hal­ten. Ausnahmen gibt es jedoch auch und so kann bei Vorlage eines Impfnachweises ein Aufkleber ausgegeben werden. Welche Fälle unter Ausnahmen fallen, wird nicht von Seiten der Universität aus nicht genannt. Diejenigen, die auf die App-Lösung verzichten wollen, müssen ihren Originalnachweis bei den Eingangskontrollen vorlegen. Da die Prüfung an den Eingängen dabei et­was auf­wen­di­ger ist, kann es zu Wartezeiten kom­men.

Noch bis zum 22. Okto­ber gibt es auf dem Cam­pus zahl­reiche Cam­pus Check-in-Points, bei denen ein amtlicher Licht­bild­aus­weis (keine UniCard) und der Nachweis vorgelegt werden müssen. Zur Erfassung der Daten wird zu­nächst die campusID aus der TU-App eingelesen oder der Benutzername für den Uni Account (der Uni Account muss frei­ge­schal­tet sein) eingetippt werden. Danach wird der Nachweis geprüft. Bei Vorlage eines vollständigen Impfnachweises erfolgt eine unbefristete Freischaltung in der TU-App. Genesene wer­den bis zu sechs Monate nach ihrem positiven PCR-Test frei­ge­schal­tet. Getestete Per­so­nen wer­den für die Gültigkeitsdauer von 48 Stunden des Negativtests frei­ge­schal­tet. Die Art des Nachweises wird nicht ge­spei­chert, nur die Dauer der Gültigkeit. Endet die Kontrollpflicht auf dem Cam­pus, wer­den die Daten binnen eines Monats gelöscht. Für die ein­ma­li­ge Prüfung der Impf- und Genesenen-Nachweise gibt es  bis zum 22. Okto­ber eine Vielzahl an Check-in-Points auf dem Cam­pus. 

Heinrich-Heine Universität Düsseldorf (HHU)

Die HHU bereitet sich auf ein Wintersemester 2021/2022 mit weitgehender Präsenzlehre vor, um den Studierenden  einen weitgehend normalen Uni-Alltag zu ermöglichen. „Ich bin sehr glücklich, dass die trostlosen Zeiten mit dem leeren Campus vorbei sind. Wir setzen auf 3G, damit unsere Universität wieder ein Ort des Austauschs werden kann. Nur in ihr kann eine Universität wirklich erlebt werden“, so Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck.

Voraussetzung für den Präsenzlehrbetrieb ist, dass nur geimpfte, genesene oder getestete Personen teilnehmen können. Die HHU führt dazu an den Eingängen der Lehrgebäude Kontrollen durch. Geimpfte Studierende erhalten auf freiwilliger Basis auf ihren Studierendenausweisen („HHU-Card“) eine Vignette. Dadurch soll die Überprüfung beschleunigt werden. Soerhalten geimpfte Studierende schnellen Zugang zu den Lehrgebäuden. Der Status der getesteten oder genesenen Studierenden wird vor jedem Zutritt anhand der entsprechenden Nachweise überprüft.

Die HHU ist für hybride Lehrangebote gerüstet, sollte es im Laufe des Wintersemesters coronabedingt zu Einschränkungen kommen. Die bisherigen Erfahrungen aus den drei Pandemie-Semestern werden genutzt, um den Studierenden mehr digitale Begleitangebote anbieten zu können. Zudem hat die HHU sämtliche Hörsäle mit einer umfassenden technischen Infrastruktur nachgerüstet, um Aufzeichnungen und interaktive Livestreams möglich zu machen.  

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