Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

CAMPUS

„Save Food Meal” - für Sparfüchse und Lebensmittelretter:innen

Das „Save Food Meal”: Ein Hauptgericht und drei Beilagen für 2,50 Euro.

[Foto: Gwendolyn Barthe]

07.07.2022 12:15 - Gwendolyn Barthe

„Wir zelebrieren die Resteverwertung in ihrer leckersten Form“. Mit diesem Slogan macht das Studierendenwerk Duisburg-Essen den Studis das vergünstigte „Save Food Meal“ schmackhaft. Hilft das Angebot gegen Lebensmittelverschwendung und wie viel Mensa-Essen landet überhaupt in der Tonne?

Das Studierendenwerk hat der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Alle Mensen und einige Cafeterien der UDE, der Hochschule Ruhr West und der Folkwang Uni servieren seit Mitte Juni in der letzten Viertelstunde der Essensausgabe das „Save Food Meal“. Voraussetzung: Es gibt Reste. Ein Hauptgericht mit drei Beilagen kostet für Studis dann nur noch 2,50 Euro. Das klingt nach Sattmacher. Dahinter steckt, dass Beilagen den meisten Abfall ausmachen. Während Schnitzel aufgewärmt am nächsten Tag noch gut schmecken und frisch aussehen, ist das bei Brokkoli und Pommes nicht drin, so Achim Herrmann, Abteilungsleiter der Gastronomie des Studierendenwerks. Auch Hygienevorschriften bestimmen das Angebot: Sobald Speisen in der Ausgabe stehen, dürfen sie am nächsten Tag nicht mehr serviert werden. Bleibt dagegen ein Blech mit Lasagne übrig, das die Küche noch nicht verlassen hat, kommt es in die Kühlung und am nächsten Tag auf die Teller. 

Das „Save Food Meal” ging bis Ende Juni rund 270 Mal über die Theken, das macht 19 gerettete Mahlzeiten pro Tag. Viele Abfälle gab es laut Herrmann auch vor diesem Angebot nicht. Da der Speiseplan sich alle acht Wochen wiederholt, können sich die Mensen bei der Planung an den Mengen orientieren, die in den letzten Monaten von einem Gericht verkauft wurden. Dazu kommt ein Sicherheitsaufschlag, falls mehr Hungrige als erwartet an der Ausgabe stehen. Fleisch, Fisch und Gemüse kaufen die Mensen tiefgekühlt – was sie nicht verwenden, lagern sie bis zum nächsten Mal ein. 

Außerdem passt die Mensa ihr Angebot laufend an die Nachfrage an. „Zeitgenaue Produktion“ nennt Hermann das. Die Köch:innen bereiten je nach Gericht 50 oder 100 Portionen zu. Neigen die sich dem Ende zu, bereiten sie die nächste Runde vor. „Dadurch fällt viel weniger Müll an“, erklärt Herrmann. 

Das, was trotz zeitgenauer Produktion und Last-Minute-Angebot übrig bleibt, kommt in eine Biogasanlage und wird dort in Energie umgewandelt. Was Herrmann betont: Fast alle Abfälle, die in der Tonne landen, sind Reste, die Gäst:innen auf ihren Tellern liegen lassen. „Das ist bei uns im Vergleich zu anderen Betriebskantinen aber kein großes Problem”, so sein Kollege, der Ökotrophologe und Qualitätsmanager Oliver Lubojanski.

Das Essverhalten unter Stress

Stress im Alltag wirkt sich schnell auf die Ernährung aus. Was Stressessen und Appetitlosigkeit verursacht.
 

12 Ausflugsorte, an denen ihr euren Sommer verbringen könnt

Wir haben für euch unsere Lieblingsorte der Redaktion für den Sommer zusammengefasst.
 

act e.V. : „Wir begleiten Start-Ups auf ihrem Weg zum Erfolg“

Wir stellen euch act e.V. vor, die studentische Unternehmensberatung der UDE.
 
Konversation wird geladen