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CAMPUS

KommEct: Die Studentische PR-Initiative an der UDE

Patricia Fiebig ist im Vorstand von KommEct und kümmert sich um die Finanzen.

[Foto: privat]

13.05.2022 14:15 - Helena Wagner

Nicht nur Studierende der Geisteswissenschaften wollen nach dem Studium in der PR-Branche arbeiten. Doch was heißt das eigentlich genau? In welchen Arbeitsbereichen komme ich unter, welche Skills brauche ich dafür? Um diese Fragen zu klären, hat sich der Verein KommEct an der Universität Duisburg-Essen (UDE) gegründet. Patricia Fiebig aus dem Vorstand hat uns die Vereinsarbeit genauer erklärt.

Der Verein KommEct gründete sich im Sommer 2020, mitten in der Pandemie. Angestoßen wurde das Projekt von Nico Kunkel im Rahmen des YoungPRPros-Netzwerks, das ähnliche Projekte an Universitäten in ganz Deutschland betreut und verknüpft. Ihm ist aufgefallen, dass die Unis im Ruhrgebiet ein großer blinder Fleck auf der Karte sind, was PR-Initiativen für Studis betrifft und kam daraufhin auf die Studierenden der UDE zu. 

PR steht für Public Relations, zu Deutsch gleichzusetzen mit Öffentlichkeitsarbeit. Weitestgehend fällt  jegliche öffentliche Kommunikation unter diesen Bereich. „Oft steht in den Studienbeschreibungen als Jobausblick, dass man Texten kann, in die Öffentlichkeitsarbeit geht usw., doch die wenigsten können sich während des Studiums  richtig etwas darunter vorstellen. Wir wollen das Berufsfeld für Studis klarer abbilden“, so Patricia Fiebig aus dem Vorstand des Vereins.

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende während des Studiums auf das Berufsleben vorzubereiten: „Wir wollen den Studierenden die Möglichkeit bieten, sich während des Studiums mit Unternehmen aus der Branche zu vernetzen und Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, ohne ein langes Praktikum absolvieren zu müssen.“ Mitglieder des Vereins können sich für ihre Arbeit Zeugnisse ausstellen lassen und das Ehrenamt auf dem Lebenslauf angeben, um ihn schon während des Studiums aufzurüsten. Ebenfalls erlernen die Vereinsmitglieder während ihrer Arbeit erste Grundlagen der Mediengestaltung und des Textens für PR-Zwecke. Die Besonderheit: Im Verein kommen Studierende aus allen Fachrichtungen zusammen, sodass die Öffentlichkeitsarbeit aus den Geisteswissenschaften als auch aus dem BWL-Bereich abgedeckt wird.

Egal ob BWL oder Geisteswissenschaften

In der Vergangenheit organisierte der Verein zusammen mit den Gelsenkirchener Kommunikationsstudierenden eine Veranstaltungsreihe namens „Ask Me Anything“ mit verschiedenen Speaker:innen, wie zum Beispiel Lara Schwenner von Quarks oder der CEO von Komm.passion, Alexander Güttler. Während der Veranstaltungen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Speaker:innen zu ihrem Beruf zu befragen: „Die Studis konnten die Leute auf Herz und Nieren prüfen. Fragen wie ‚Was kommt auf mich zu, wenn ich als Pressesprecher:in bei xy arbeite?‘ bieten oft ein besseres Gespür für das Berufsfeld“, berichtet Fiebig.

Im Verein gibt es vier Ressorts, in denen Studierende sich engagieren können: Das Mitglieder-Ressort, das Kommunikations-Ressort, das Ressort für Veranstaltungen und das Ressort für Finanzen. „Wir unterscheiden zwischen aktiven und passiven Mitgliedern: Die Leute, die sich vorstellen können, in den verschiedenen Ressorts Aufgaben zu übernehmen, oder die Studis, die sich das mit einer gewissen Distanz erstmal anschauen möchten oder keine Zeit für die Vereinsarbeit haben, aber trotzdem nah am Vereinsgeschehen sein möchten“, erklärt Fiebig. So habe jede:r die Chance, sich nach seinen:ihren Kapazitäten zu engagieren. In der Zukunft sind Veranstaltungen exklusiv für Mitglieder geplant: „Workshops zum Thema ‚Wie schreibst du eine Pressemitteilung?‘ oder ‚Wie trittst du an Unternehmen heran?‘ sind in Planung“, berichtet Fiebig. 

Unter der Mailadresse hallo@kommect.de könnt ihr den Newsletter abonnieren oder mit dem Verein in Verbindung treten.

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