Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Streitthema: Online-Wahlen an der UDE

Der Gang zur Urne könnte bald Geschichte sein. [Symbolbild:pixabay]
15.04.2020 10:31 - Jacqueline Brinkwirth

Schon 2018 sollten die Wahlen der hochschulpolitischen Gremien an der Universität Duisburg-Essen (UDE) digitalisiert werden. Doch Vorbehalte gegen die Sicherheit solcher Online-Wahlen brachten die Pläne zum Stillstand – bis jetzt.

Ein Problem, das den hochschulpolitischen Gremien seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet, ist die sinkende Wahlbeteiligung. An der UDE hatten an der Wahl des Studierendenparlaments (StuPa) 2019 nicht mal fünf Prozent der Studierenden teilgenommen. Eine Lösung könnten Online-Wahlen sein, meint Günther van den Boom vom Wahlamt der UDE. Das Thema werde an der Uni schon lange diskutiert, erklärte er bei der vergangenen StuPa-Sitzung. „Das Rektorat steht dahinter. Wir wollen damit die Wahlbeteiligung, das Interesse und den Komfort erhöhen.“ Der Dienstleister Polyas hatte der Uni bereits 2018 ein Angebot für den digitalisierten Gang zur Wahlurne unterbreitet.

Doch die Vorbehalte gegen digitale Wahlen sind groß. Ob das System sicher genug ist, die technische Infrastruktur der Uni ausreicht und wie leicht Manipulation möglich wäre, waren nur einige Fragen, die die Parlamentarier*innen in der Diskussion umtrieben. Eine Garantie für die Steigerung der Wahlbeteiligung gibt es bislang nicht. Ebenso wenig ist klar, ob digitale Wahlen den Verwaltungsapparat der Uni tatsächlich entlasten würden. Fraglich ist bislang, ob und wann an der UDE Online-Wahlen eingeführt werden könnten. Eine Zustimmung der Studierendenvertreter*innen dafür ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings unwahrscheinlich.
 

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