Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Showveranstaltung oder studentische Demokratie?

23.07.2018 11:00 - Sophie Schädel

Das Studierendenparlament (StuPa) veranstaltet am 14. November die nächste studentische Vollversammlung der UDE. In der Stupa-Sitzung am vergangenen Donnerstag, 19. Juli, waren sich jedoch nicht alle einig, welchen Sinn eine solche Vollversammlung hat und ob sie dieses Mal besser vorbereitet werden kann als die letzte.
 

Alessa Junghänel von der Grünen Hochschulgruppe (GHG) brachte den Antrag ein, das StuPa solle im November eine nächste Vollversammlung veranstalten. „Der Start war holprig, aber jetzt können wir ja im Voraus planen“, sagt sie und zeigt sich optimistisch. Die erste studentische Vollversammlung war kurzfristig organisiert, wenig beworben und sehr schlecht besucht (akduell berichtete). Junghänel betont, dass die Verantwortung der Versammlungsorganisation beim Präsidium des StuPas liegt – das legt   §6 der Satzung der Studierendenschaft fest.

Die erste studentische Vollversammlung war kurzfristig organisiert, wenig beworben und sehr schlecht besucht.

Die drei Mitglieder des Präsidiums sind nicht begeistert: „Solche Vollversammlungen sind reine Showveranstaltungen. Sie politisieren nicht und sind reine Geld- und Zeitverschwendung“, argumentiert Gustav Berger (GHG) vom Präsidium. Der Rest seiner Fraktion stehe zwar mit großer Mehrheit hinter dem Antrag, aber er rechne nicht damit, dass viele Studierende teilnehmen würden. Und wählt drastische Worte: „Müsste ich das nicht organisieren, wäre es mir egal, aber darauf habe ich einfach keine Lust.“

Antragstellerin Alessa Junghänel ärgert diese Erklärung: „Es ist zweifelhaft, dass das StuPa so viele Entscheidungen trifft, obwohl so wenige Studierende uns wählen. Die Vollversammlung ist ein demokratischer Prozess. Es geht darum, was an der Uni schlecht läuft. Es ist wichtig, dass auch mal andere Studierende ihre Meinung dazu äußern können“, entgegnet sie.

Wenig Zeit zur Vorbereitung

Bergers Kollegin Gamze Cavlakli von der Internationalen Liste (IL) ist ebenfalls gegen die Vollversammlung im November. Sie sei in den Ferien verreist und müsse für Klausuren lernen. Da könne sie nicht mitorganisieren, und ihre beiden Kollegen mit der Arbeit alleine zu lassen sei schließlich auch keine Lösung. Daraufhin entsteht eine Diskussion, ob die Ferienpläne der drei Präsidiumsmitglieder die Pläne des gesamten StuPa bestimmen sollten.

Es kommt auch die Frage auf, ob die vier Monate bis November überhaupt ausreichen. Schließlich braucht das StuPa dafür einen geeigneten Raum auf dem Essener Campus, alle Studierenden müssen während der Vollversammlung vorlesungsfrei bekommen, und die Veranstaltung soll mehr Diskussionen und weniger Vorträge enthalten. Außerdem kritisierte Cavlakli, für die Vorbereitung einer Veranstaltung in ihren Semesterferien sei die Bezahlung des Präsidiums zu knapp.

Auch wenn über diese Fragen lange diskutiert wird, kommt das StuPa schließlich zur Abstimmung über den Antrag zur Vollversammlung. 20 Mitglieder stimmen dafür, zwei dagegen, und vier enthalten sich. Damit steht fest: Am 14. November wird es erneut eine studentische Vollversammlung der UDE geben, dieses Mal auf dem Essener Campus.

Auch wenn das Präsidium mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung weiterhin nicht begeistert von der Idee ist: Wenn es schon eine Vollversammlung im November geben soll, dann soll sie wenigstens gut werden. „Das wird unsere letzte Veranstaltung vor den Wahlen. Wir werden uns also Mühe geben“, verspricht Cavlakli.

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