Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

CAMPUS

Für ein Wochenende ins Erasmus

In Antwerpen reiht sich ein schönes Café an das nächste.

[Foto: Gwendolyn Barthe]

10.08.2022 13:53 - Gwendolyn Barthe

Antwerpen? Nie was von der belgischen Stadt gehört -  bis meine Freundin sich dort auf einen Erasmusplatz bewarb. Zwei Wochenendtrips später habe ich vier Gründe, warum es so toll ist, Freund:innen im Erasmus zu besuchen und ein paar Tipps für einen Ausflug nach Antwerpen. 

1. Sich wie ein Local fühlen

Statt in einem überteuerten Airbnb oder einem ranzigen Hostel abzusteigen, kann ich bei meiner Freundin im Wohnheim wohnen. Das bewahrt mich nicht nur vor einem Check-Out am Sonntagmorgen, sondern spart auch jede Menge Geld. Außerdem fühle ich mich gleich  wie ein Local statt wie eine Touristin: Am sonnigen Samstagmorgen stellen wir einen Tisch auf den Gehweg und frühstücken draußen. Wir machen uns die Straße mit einer Selbstverständlichkeit zu eigen, dass ich mich ganz und gar einheimisch fühle. Als mehrere Passant:innen uns „Smakelijk“ (Guten Appetit) wünschen und ich aufgrund der Sprachbarriere nichts als ein Lächeln erwidern kann, bricht mein Luftschloss allerdings in sich zusammen.  

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2. Kein Sightseeing-Druck

Während meines dreitägigen Besuchs sehe ich kein Museum von innen, mache keine Stadtführung und halte an keiner Gedenktafel an. Ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht, schließlich bin ich zum Besuchen und nicht zum Bildungsurlaub hier. Statt unter Sightseeing-Druck eine To-Do-Liste abzuarbeiten, schlendern wir stundenlang durch die Stadt, bis ich mich fast ohne Google Maps zurechtfinde. Dabei reden wir wie zwei Wasserfälle und genießen es, uns nicht nur auf dem Handybildschirm zu sehen.

3. Insider Tipps

Ich brauche keinen Reiseführer und muss mich nicht auf den Geschmack von Travel-Blogger:innen verlassen. In den letzten Monaten hat meine Freundin schon ausgekundschaftet, von wo aus man den besten Blick über die Stadt hat, in welcher Bar es die günstigsten Drinks gibt und in welchen Cafés wir das leckerste Frühstück und die besten Zimtschnecken bekommen. Außerdem weiß sie, dass die Nachbarstadt Gent einen Abstecher wert ist. Zu zweit zahlen wir neun Euro für eine knappe Stunde Zugfahrt. Und es lohnt sich! Wir können uns an den Häuserfassaden aus altem Backstein und den bunten Türen kaum sattsehen. 

4. Erasmus Feeling to go

Last but not least hole ich mir bei meinen Wochenendbesuchen in Antwerpen eine Portion Erasmusgefühl zurück. Während wir auf einer Day-Drinking-Party für Erasmus-Studis in der Menge tanzen und abends in einer Bar mit Studis aus Tschechien, Frankreich, Spanien und Deutschland quatschen, werde ich in Erinnerung an mein Erasmussemester ein bisschen nostalgisch. 

Impressionen aus Antwerpen und Gent gibt es in unserer Fotostrecke.

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