Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

CAMPUS

Das Lernmethoden 101

Jeder Studi lernt unterschiedlich. [Foto: Helena Wagner]
13.10.2022 17:48 - Helena Wagner

Alle drei Monate steht bei Studierenden die Klausurenphase an. Was manchen in der Schule noch leichter gefallen ist, kann sich im Studium schnell ändern: Das richtige Lernen. Viele Studis wissen auch nach einigen Semestern noch nicht, welche Lernmethode am besten zu ihnen passt. Wir haben euch die effektivsten Lernmethoden zusammengetragen, damit eure nächste Klausurenphase nachhaltig gerettet ist.

1. Die Active-Recall-Methode

Bei der Active-Recall-Methode geht es darum, das Gelernte durch Wiederholung einem Kontext zuzuordnen und so die Synapsen in eurem Gehirn zu verbinden, sodass ihr die Worte oder Formeln in der Prüfung direkt abrufen könnt. Diese Methode unterscheidet sich vom stumpfen Auswendiglernen, indem ihr das Gelernte erst verstanden haben müsst, um es später richtig einordnen zu können. 

Am besten funktioniert sie mit Karteikarten oder Programmen wie Anki. Auf eine Seite schreibt ihr beispielsweise einen Fachbegriff, den ihr auf der anderen Seite erläutert. Oder den Namen einer Formel, die ihr auf der anderen Seite ausgeschrieben habt. Wichtig ist, dass ihr die Karten in beide Richtungen lernt, sodass ihr auch den Namen der Formel abrufen könnt, wenn ihr die Formel seht. Die Wirkung dieser Lernmethode ist durch Studien gut belegt (ak[due]ll berichtete). Ein weiterer Pluspunkt dieser Methode: Sie ist während des Semesters perfekt vorzubereiten. So könnt ihr in eurer Nachbereitung der Vorlesungen die Karteikarten zum besprochenen Thema anfertigen und müsst sie dann während der Klausurenphase nur noch lernen. So spart ihr in der Klausurenphase Zeit und Nerven.

2. Die Pomodoro-Methode

Die Pomodoro-Methode ist wohl die bekannteste Lernmethode im Studium. Sie hilft gerade den Studierenden, die Probleme haben, sich längere Zeit auf ein Thema zu konzentrieren oder die dazu neigen, sich von dem zu lernenden Stoff abschrecken zu lassen und gar nicht erst mit dem Lernen anfangen. Bei dieser Methode stellt ihr euch einen Timer auf 25 Minuten. In dieser Zeit konzentriert ihr euch nur auf eine Aufgabe. Wenn der Timer abgelaufen ist, stellt ihr euch einen weiteren Timer für fünf Minuten. In diesen fünf Minuten macht ihr Pause: Steht vom Schreibtisch auf, hört einen Song, füllt euer Wasserglas auf.

Ihr werdet merken, dass schon 25 Minuten ausreichen, um euch um einiges weiterzubringen und in einen Workflow versetzen. Wenn euch 25 Minuten zu kurz sind, könnt ihr auch 50 Minuten lernen und anschließend 10 Minuten Pause machen. Um Ablenkungen zu vermeiden helfen Apps wie Forest. Dort könnt ihr einen Timer stellen, der euch spielerisch die Nutzung eures Smartphones verbietet. Während die Zeit abläuft, wächst in der App ein virtueller Baum, den ihr mit dem Schließen der App tötet. Ein Benefit: Mit jedem erfolgreich gewachsenen Baum sammelt ihr virtuelle Münzen, mit denen ihr einen echten Baum pflanzen lassen könnt. Für Hardcore-Prokrastinierer:innen bestens geeignet!

3. Der eigene Podcast

Diese Lernmethode ist besonders für die auditiven Lerner:innen unter euch geeignet. Die Methode des eigenen Podcasts ermöglicht euch, das Gelernte in einem ersten Schritt so zu gliedern, dass ihr einen Vortrag darüber halten könntet. So filtert ihr gleich zu Beginn die wichtigen Themen heraus. Im zweiten Schritt nehmt ihr das zu Lernende mithilfe eines Aufnahmegeräts oder einer App auf. Am besten jedes Thema einzeln, so könnt ihr euch später die Themen gesondert anhören, die noch nicht gut sitzen.

So lernt ihr nicht nur beim Zuhören, sondern müsst euch auch vor dem Aufnehmen bereits gut mit dem Thema auseinandersetzen. Wenn ihr viel mit dem Auto oder der Bahn unterwegs seid, könnt ihr die Zeiten nutzen, um trotzdem lernen zu können, ohne eure Unterlagen mitzuschleppen. Ein weiterer Pluspunkt für die auditiven Lerner:innen unter euch: Die aufgenommenen Themen könnt ihr gut mit euren Kommiliton:innen diskutieren und im Gespräch abgleichen. Während des Diskutierens werdet ihr merken, welche Themen ihr nochmal wiederholen müsst. Kopfhörer rein und produktiv sein!  

Let me google that for you

Unsere Redakteurin geht gerne zur Uni. Nur dieses eine Seminar kann sie nicht ausstehen.
 

Halt Studium, ich mach’ ein Café auf!

Der Traum vom eigenen Café bleibt bei vielen genau das - ein Traum. Nessi und Sefa haben sich getraut, obwohl ihnen alle davon abgeraten haben.
 

10 Dinge, die den Schreibtisch unbenutzbar machen

Arbeiten am eigenen Schreibtisch? Fehlanzeige. Unsere Autorin muss in die Küche oder in die Bib ausweichen - auf ihrem Schreibtisch ist vor lauter Ramsch kein Platz.
 
Konversation wird geladen